Du brauchst Aufräum Tipps, da du definitiv mal wieder dein Zimmer Aufräumen musst?
Stapeln sich Klamotten, Bücher, Zeug und Kram mal wieder ins Unermessliche?
Und Ordnung halten ist für dich eine absolute Herausforderung?

Dann geht es dir wie mir. Wenn ich meine Zimmer aufräumen muss, artete das früher regelmäßig in Nervenzusammenbrüche aus. Diese Aufräum Tipps hätte mein jüngeres Ich definitiv gebrauchen können.
Denn du glaubst nicht, WIE unordentlich ich bin.

Meine Mutter war kurz davor, mich wegen meiner Unordnung rauszuwerfen.
Mit 16 wurde mein Jugendzimmer von meinen Freunden inoffiziell zum unordentlichsten Gamerzimmer ernannt (und ich bin gar kein richtiger Gamer).
Mein erstes Auto hatte den Spitznamen Mülleimer Satan`s.

Dennoch schaffe ich es mittlerweile, unsere Wohnung nur noch in annehmbaren Maßen zu „unordentlichisieren“. Ordnung halten und unsere Zimmer aufräumen fällt mir mittlerweile so viel einfacher. Da bin ich ohne Scheiß echt stolz drauf.

Mit diesen von mir erprobten Aufräum Tipps klappt es bei dir garantiert auch besser. Und mit der Zeit wird das Aufräumen für dich zu einem Habit, das sich in deinen Alltag integriert und viel einfacher klappt als früher.

Eins mal vorneweg: Ich schreibe diesen Post anstatt aufzuräumen.

Irgendwie ein kleiner Widerspruch. Und von so einer mir sollst du dir Aufräumtipps anhören?

Aber daran merkst du zumindest, dass ich wirklich richtig schlecht im Aufräumen bin und immer gern Dinge (er)finde, die ich ganz dringend erledigen muss – nur um nicht unsere Zimmer aufräumen zu müssen.

Denn ich hasse, hasse, HASSE Aufräumen. So. Sehr.

Ich rede nicht vom Haushalt wie Saugen, Spülen und so weiter (auch schrecklich für mich, aber irgendwie noch zu bewältigen dank WG-Putzplan), sondern von kleiderstapeldem, tischverdeckendem, mülldeponieartigem Chaos samt ludolfschem Haufenprinzip.
Vor dem ich früher regelmäßig voller Verzweiflung gesessen haben, kurz vor einem Kreischanfall, weil ich einfach nicht wusste, ob meine verbleibende Lebenszeit ausreicht, um Herr über das Chaos zu werden.
Ich bin wie du das Genie im Chaos. Aber ich finde halt doch noch gern den Weg von einem Raum in den anderen, ohne mich zu verletzten oder zu verirren. Und das macht zumindest ein wenig Ordnung halten unerlässlich.

Tipps zum Zimmer Aufräumen und Ordnung halten

Doch es gibt Hilfe. Mit ein paar Aufräum Tipps kannst du dir selbst beibringen, wie du Ordnung halten und deine Wohnung oder dein Zimmer aufäumen kannst. So wie ich es mittlerweile schaffe.

Denn abgesehen davon, dass ich grade erfolgreich das Aufräumen vor mich herschiebe, bin ich eigentlich ganz stolz auf mich.

Ich hab heute morgen bereits meinen Schminktisch freigeräumt, die Nachttischschublade entmüllt und meinem 5 Meter Klamottenturm eingeräumt.

Ganz so unproduktiv war ich also doch nicht.

Und mein Schreibtisch, letzte Etappe für heute beim Zimmer aufräumen, hat immerhin noch genug freie Fläche, um diesen Blogpost zu verfassen – ohne dass Stifte, Wasserflaschen und Zettelberge der Meinung sind, im Minutentakt auf den Boden fliegen zu müssen.

Und das liegt an meiner Aufräumen-für-Aufräummuffel-Taktik, meinen akribisch zusammengesuchten und getesteten Aufräum Tipps, die ich an euch weitergeben möchte, um auch anderen Anti-Aufräumern bei der Chaosbeseitigung und Ordnung halten zu helfen.

1. Deine Zimmer Aufräumen mit einem Aufräum-Tag

Statt jeden Tag ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich ja eigentlich aufräumen wollte, habe ich mir den Sonntag als Aufräumtag festgelegt.

  • Zuerst ist das Schlafzimmer an der Reihe – das heißt vor allem die Berge an Kleidungsstücken entweder in die Wäschekörbe oder zurück in den Kleiderschrank zu sortieren, meinen 20 mal 20 cm Nachttisch von 5 Kubikmetern diversem Zeug zu befreien und alles einmal abzuwischen
  • Dann kommt mein Schminktisch, auf dem sich Makeup, Haargummis und Wattepads um jeden Zentimeter Platz bekriegen, weil ich morgens immer so spät dran bin, dass ich einfach keine Zeit mehr habe, um mein Arsenal an Makeup wieder wegzuräumen
  • Und zum Schluss das Zentrum meines Seins, der Schreibtisch. Auf dem ALLES Platz findet, was ich irgendwie brauche oder benötigen könnte
  • Natürlich kannst du deinen Aufräumtag um weitere Zimmer oder Stationen erweitern, zum Beispiel Küche oder Bad (da sammelt sich in meiner WG aber nicht so viel an)

Innerhalb von einer halben bis einer Stunde (abgezogen: meine obligatorischen Pausen) sieht die Wohnung wieder halbwegs betretbar und vorzeigbar aus.

Also nochmal die Kurzfassung:

Deine schlimmsten Unordnungsherde ausmachen, einmal in der Woche der Reihe nach bearbeiten, Zimmer für Zimmer aufräumen und den Rest der Woche kein schlechtes Gewissen haben.

Sonntag ist gut, weil da die meisten kaum etwas zu tun haben- aber du kannst deinen Tag natürlich selbst wählen.

Positiver Nebeneffekt: Um am Wochenende nicht zu viel Zeit mit dem Aufräumen zu verschwenden, fällt es mir tatsächlich sogar unter der Woche einfacher, Ordnung zu halten (erkennbar zum Beispiel an meinem halbwegs freiegräumten Schreibtisch, der diesen Post erst ermöglicht).

Ich überlege mir einfach dreimal, ob ich Stift A oder Oberteil B wirklich einfach rumliegen lasse oder nicht doch besser gleich wegräume, um am Wochenende weniger zu tun zu haben.

Du trickst dich also selber zum Ordnun halten aus, auch wenn dir das eigentlich gar nicht liegt.

2. Jeden Tag Ordnung Halten mit der Blitz-Aufräumen-Challenge

Wenn der Aufräumtag nichts für dich ist, du einfach JETZT Aufräumen musst, weil du bis zum Aufräumtag die Wohnung vor Zeug nicht mehr verlassen könntest oder du spontan Besuch bekommst, für den du irgendwie halbwegs Wege freiräumen musst, kann ich dir das Blitz-Aufräumen empfehlen.

Du stellst dir einen Wecker auf fünf oder zehn Minuten und räumst so schnell und viel wie möglich auf.

Egal was, Hauptsache du ziehst es den Countdown lang durch.

Fünf Minuten ein Zimmer Aufräumen klingt doch gar nicht so schrecklich und unmachbar, oder?

Und du wirst überrascht sein, wie viel man eigentlich in so kurzer Zeit schafft, wenn man mit ganzer Motivation an die Sache rangeht, statt eine halbe Stunde unwillig von Raum zu Raum zu trotten.

Möglich wäre auch, statt einem Aufräumtag jeden Tag das Blitz-Aufräumen durchzuziehen.
Wenn du jeden Tag ein bisschen machst, findest du nach ein paar Tagen wahrscheinlich nichts mehr, was du aufräumen kannst. Wenn du dich dann jeden Tag oder jeden zweiten Tag zum Zimmer Aufräumen mit der Blitzmethode motivierst, kannst du ohne viel Aufwand deine Ordnung halten.

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3. Kleine Etappen statt alle Zimmer Aufräumen

Ein wenig schon in Punkt 1 angesprochen, aber dennoch wichtig genug für einen eigenen Absatz in meinen Aufräum Tipps.

Statt mal hier und mal da aufzuräumen (früher meine bevorzugte Taktik: wenn ich an einer Baustelle nicht mehr weiter weiß, lasse ich den Rest liegen und fange an, am nächsten Ort aufzuräumen) lieber EINEN Ort zu Ende bringen.

Statt die ganze Wohnung lieber erst nur das Arbeitszimmer.

Oder wem das – wie mir – immer noch zu viel auf einmal ist, der macht statt dem Arbeitszimmer zunächst nur den Schreibtisch.

Oder die linke Hälfte vom Schreibtisch.

Hauptsache du räumst deinen gewählten Ort dann auch wirklich bis zum Ende auf.
Denn dann siehst du, dass du etwas geschafft hast.

Wenn du überall nur ein bisschen aufräumst, sieht die Wohnung am Ende auch nicht wirklich besser aus.

Aber wenn ein Ort aufgeräumt ist, bist du direkt so glücklich motiviert, dass du direkt weiter aufräumen willst. So kannst durch positive Erfahrungen ordentlicher werden.

Und selbst wenn nicht, fühlst du dich immerhin gut, weil du einen Ort komplett aufgeräumt hast.

4. Jedes Teil an seinen festen Platz

Wenn du für alles einen festgelegten Platz hast, fällt dir das Ordnung halten sehr viel einfacher.

Bei vielen Dingen hast du garantiert schon einen Stammplatz (Kleidung in den Kleiderschrank, Bücher ins Regal, Schuhe in den Flur,…). Das sollte also kein Problem sein.

Schwieriger wird es da mit Kleinkram.

Wohin mit dem USB Stick? Wohin mit Klebeband? Wie die tausend Ohrringe unterbringen?

Zimmer Aufräumen Ordnung Halten und Aufräum Tipps

Notfalls gehst du beim Aufräumen jedes Teil einzeln durch und überlegst dir, wo es hingehört – und wenn du noch keinen festen Platz hast, ist es jetzt an der Zeit, dir einen zu überlegen. Mache das wirklich mit jedem Teil, statt alles in diese eine Müll-Schublade zu stopfen, die wir alle haben.

Ich scheitere nämlich meistens an diesem einen unnützen Dingsbums, das einfach nirgendwo so richtig hingehört und lasse mich davon völlig aus der Bahn werfen. Also überlege ich mir, wo ich einen festen Platz für besagtes Dingsbums einrichten will und kann es ab dann bei jedem Aufräumtag an diesen Platz legen, ohne fünf Minuten überlegen zu müssen oder – noch schlimmer – direkt aufzugeben.
Und wenn sich die Müll-Schublade nicht mehr schliessen lässt und du Ewigkeiten nach deinen Sachen suchen musst, ist das auch nicht so geil.

5. Jeden Tag ein Teil wegwerfen

Du kannst viel besser Ordnung halten, wenn du weniger besitzt.

Sich von Dingen zu trennen fällt mir – und ich glaube auch vielen anderen Aufräummuffeln und angehenden Messis – sehr, sehr schwer.

Ich soll mich direkt von 20 zugegebenermaßen nutzlosen Dingen, die jedoch so viele Erinnerungen mit sich tragen oder einfach irgendwann nochmal benötigt werden könnten, trennen? Abgegrabbelten Zeitschriften anno 2006. Vertrocknete Werbegeschenkkullis, die mit dem alten Hauchen-und-energisch-Kringel-Zeichnen-Trick vielleicht nochmal eine Woche schreiben. Einzelne Ohrringe, von dem man eventuell nochmal den Gegenpart finden könnte (mal ganz abgesehen davon dass ich pinke Creolen garantiert nie wieder tragen werde).

Das alles an einem Tag wegwerfen?

Unmöglich.

(Ganz schlimm ist es bei mir mit allem, was ein Gesicht hat. Kaputte Einzelsocke mit Eulenprint? Das arme Ding kann ich doch nicht in den Müll werfen…)

Stattdesse suche ich mir jeden Tag geziehlt EINE Sache aus, die ich wegwerfe.

Oder verschenke.

Oder spende.

Hauptsache sie ist nicht mehr in meiner Wohnung.

Überleg mal, wie viel mehr Platz und weniger sinnloses Zeug du nach ein paar Wochen haben wirst. Nach einem Monat ganze 30, in Worten DREISSIG Sachen weniger in deinem Zimmer? Ein Traum. Und du gewöhnst dich langsam an den Herzschmerz, den wir beim Wegwerfen spüren.

Meine Eulensocke ist mittlerweile auch im Müll gelandet.

Richtiger Müll zählt jedoch nicht! Also nicht um den heißen Brei herumlaufen, indem du den Joghurtbecher von gestern wegwirfst.
Ein Joghurtbecher ist nur dann ok, wenn du ihn seit drei Jahren als Deko benutzt, weil er so schön aussieht – du aber noch tausend andere Behälter hast.

Nutze meine Aufräum Tipps zum Ordnung Halten auf Dauer

Versuch es einfach mal, probier dich durch meine kleine Trickkiste.
Bestimmt ist nicht jede Methode etwas für alle Menschen. Vielleicht hilft dir nur einer oder zwei meiner Aufräum Tipps. Immerhin.

Hauptsache du verzweifelst nicht weiter.

Denn wenn ICH es geschafft habe, schaffst du das auch.

Ich freue mich übrigends auch sehr über DEINE Aufräum Tipps – schreib sie mir gerne in einem Kommentar!

Denn die kann ich immer noch sehr gut gebrauchen.
Ein Aufräumfanatiker wird nämlich garantiert nie aus mir.

 

Nützliches zum Aufräumen und Ordnung halten

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