Motivierter werden, indem du dein Umfeld an deine Ziele anpasst

Um erfolgreicher und motivierter werden zu können, betonen extrem viele Erfolgstrainer, Persönlichkeitscoaches, Podcaster, Motivationsredner und Youtuber immer wieder den folgenden Satz: Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.
Praktisch gesehen bedeutet er, dass du dich nur mit erfolgreichen, motivierten, positiven und inspirierenden Menschen umgeben solltest. Menschen die da sind, wo du hinwillst, das geschafft haben, was du schaffen willst. Weil du so motivierter werden kannst.
Bedeutet das also, dass du all deine Freunde und Familienmitglieder, die vielleicht unzufrieden in ihren Jobs feststecken, die keine „ungewöhnlichen“ Ziele haben wie du oder die einfach deinen Lebensstil nicht verstehen können (oder wollen) aus deinem Leben streichen sollst?

Kurz gesagt: Menschen, die dich auf dem Weg irgendwie aufhalten, in den Beziehungsmülleimer werfen?

Auf keinen Fall!

Das raten zwar einige der oben genannten Erfolgs-Menschen, ich habe aber oft das Gefühl, dass diese Menschen NUR Erfolg als Ziel haben. Was natürlich völlig in Ordnung ist, wenn man persönlichen Erfolg als Lebensziel setzt und gewillt ist, andere Aspekte hinten anzustellen.
Ich denke jedoch, den meisten Menschen sind Familie und Freunde genauso wichtig wie Erfolg. Oder noch wichtiger. Zu denen gehörst du bestimmt auch.

Warum du den Ratschlag dennoch beherzigen solltest, wenn du motivierter werden willst, und wie du ein Gleichgewicht zwischen Menschen, die du liebst, und Menschen, die dich voranbringen, schaffst, erkläre ich dir in diesem Blogpost.

Wieso du gar nicht anders kannst, als dich an deine Freunde anzupassen

motivierter werden

Jeder von uns empfindet sich selbst meistens für sehr individuell, wir bemerken oft vor allem die Unterschiede zwischen uns und unseren Freunden. Und merken dabei nicht, wie sehr wir uns eigentlich aneinander anpassen.

Das wird mir zum Beispiel immer wieder klar, wenn ich mit meiner Uni-Freundin in einer Vorlesung sitze und eine Mädelsgruppe reinkommt, bei der alle Gruppenmitglieder für mich ABSOLUT GLEICH aussehen. Alle Highwaist-Hosen, lange Haare mit Mittelscheitel, Carhartt Mütze, grüne Bomberjacke mit Fellkragen.
Dann fragen wir uns, ob wir beide für andere auch so gleich aussehen, denken uns dann aber: „Aber nee, Quatsch, wir sind doch total unterschiedliche Menschen“.
Bis wir genauer hinschauen. Schwarze Leggins, Karohemd, Vans, Anhänger vom Japanurlaub am Rucksack – oh Gott, wir könnten Zwillinge sein. 😀

Das liegt daran, dass wir alle uns immer ein wenig an unsere Gruppe anpassen. Bei manchen fällt dieser Instinkt schwächer aus, bei anderen stärker. Aber tief in uns drin können wir Menschen gar nicht anders, als unbewusst für Gruppenzugehörigkeit zu sorgen.
Früher war das ein Schutz, um nicht aus der Gruppe ausgeschlossen und vom nächsten Mammut umgerannt zu werden. Und diese Angst davor, allein gegen den Rest der Welt zu sein, ist bis heute erhalten geblieben.

Das beschränkt sich nicht auf das Aussehen. Auch Musikgeschmack, Bücher, die wir lesen, politische Ansichten, Freizeitbeschäftigung, Ernährung und Meinungen werden IMMER von unserer Gruppe beeinflusst. Auch wenn wir das nicht glauben oder wahr haben wollen – es ist so.

Warum dein Umfeld so wichtig ist

motivierter werden

So sehr man auch überzeugt ist, auf einen selbst treffe das nicht zu – wenn man ehrlich ist, übernimmt man unheimlich viel von den Menschen, mit denen man die meiste Zeit verbringt.
Und deshalb ist es wichtig, sich Menschen zu nähern, die einen weiterbringen. Denn wenn du nur mit Menschen zu tun hast, die keinen Bock auf das haben, was du sein oder erreichen willst – was glaubst du, wie schnell passt du dich an? So kannst du nicht motivierter werden.

Was passiert, wenn man im Unterricht in der letzten Reihe sitzt, bei den Schülern, die am Handy hängen, miteinander quatschen und keine Hausaufgaben machen?
Wie wahrscheinlich ist es, dass man sich am Samstagmorgen in einen freiwilligen Sprachkurs setzt, wenn alle Freunde das Wochenende durchfeiern?
Wer ist zufrieden und glücklich mit seinem Leben, wenn alle Leute um einen herum von ihren Krankheiten, dem schrecklichen Job, den anstrengenden Kindern, zu wenig Geld, zu viele Rechnungen, keine Zeit für Urlaub und sowieso ist alles schrecklich jammern?
Ist dir schon mal aufgefallen, wie schlecht es dir geht, wenn es deiner besten Freundin oder deinem besten Freund schlecht geht?

Und wenn du jetzt andersrum denkst – wenn all deine Freunde in der Mittagspause für eine Klausur lernen, machst du garantiert mit.
Wenn all deine Freunde einen Selbstverteidigungskurs machen, bist bestimmt mit dabei.
Und wenn du viele Bekannte hast, die sich erfolgreich selbstständig machen, die viel Reisen und wissen, wie man passiv Geld verdient – ist es dann nicht auch warscheinlicher, dass du genau das gleiche versuchst? Und es dir gelingt?
Umso mehr dein Umfeld zu deinen Träumen passt, desto mehr wirst du motivierter werden, noch mehr zu erreichen, das dich weiterbringt.

Mein Kreis an Menschen

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Wie du vielleicht schon weißt, bin ich niemand, der hunderte Freunde braucht oder will.
Dementsprechend klein ist der Kreis an Personen, mit denen ich viel mache und dementsprechend wenig einflussreiches Umfeld habe ich.

Einen Großteil meiner Zeit nimmt meine Freundin Minii ein – und ich glaube besser geht es kaum. Wir überlegen sehr, sehr oft, wo wir aktuell stehen würden, wenn wir uns nicht kennengelernt hätten.
Ohne mich hätte sie vielleicht niemals angefangen, Bücher zu lesen oder den Mut gehabt, mehr von sich selbst zu erwarten, als ihre ehemaligen Lehrer in ihr gesehen haben.
Ohne sie hätte ich niemals angefangen, Youtube Videos zu drehen (der Anfang unserer Selbstständigkeit) oder mich getraut, meinen Job zu kündigen und ein Studium zu beginnen.

Nur noch erfolgreiche Menschen

motivierter werden

Die Erkenntnis, wie weit mich die Zeit mit Minii gebracht hat bedeutet jedoch nicht, dass ich mich von allen anderen Menschen in meinem Leben entferne und mir vier neue Menschen suche, die mich möglichst weit bringen können.
Nur mit jemandem „befreundet“ zu sein, weil diese Person auf welche Art auch immer erfolgreich ist, wäre für mich persönlich keine Bereicherung. Und das ist auch keine richtige Freundschaft.

Also versuche ich, ein Gleichgewicht herzustellen und mich auch nicht unbedingt auf genau 5 Menschen zu beschränken.

Vor allem aber versuche ich nicht, meine bisherigen Freunde auszutauschen, nur weil sie vielleicht weniger motiviert sind oder noch nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anstellen wollen.
Stattdessen versuche ich, eine gute Balance zu finden.

Die Hälfte meiner Freunde-Zeit verbringe ich mit Menschen, die ich schon lange kenne, mit denen ich einfach viel lachen kann, Unsinn mache, Essen gehe.
Und die andere Hälfte lerne ich Menschen kennen, von denen ich weiß, dass sie mir (unbewusst und indirekt) weiterhelfen. Andere Autoren, Blogger, Youtuber, sehr engagierte Studenten, japanische Brieffreunde und so weiter.

Weil ich weiß, dass mir beide Arten von Freundschaft weiterhelfen.

Dabei gehe ich jedoch nicht danach vor, je erfolgreicher desto besser. Stattdessen konzentriere mich auf Menschen, die ich auch menschlich sympathisch finde und die ebenfalls in meinem Themenbereich tätig sind.
Es bringt mir gar nichts, mich irgendwie an eine Beauty-Youtuberin mit riesigem Chanel ranzuhängen, wenn mich jedes ihrer Worte langweilt und ich gar nichts mehr im Beautybereich machen möchte.
Dann doch lieber eine kleine Bloggerin näher kennenlernen, die sich mit Bullet Journals beschäftigt und mit der ich Gemeinsamkeiten finde.
Es muss beruflich UND menschlich passen.

Menschenkontakt für Introvertierte

lebensziele finden

Du weiß bestimmt schon, dass ich ziemlich introvertiert bin und  eher wenige Kontakte pflege und viel Zeit für mich allein brauche. Ist auch gar kein Problem, seit ich nicht mehr zwanghaft versuche, anders zu sein.

Aber wenn man sowieso schon wenig „Kapazitäten“ für soziale Kontakte hat, weil sie einen Energie kosten, ist es manchmal etwas schwierig, sich jede Woche mit 5 Menschen zu beschäftigen. Extrovertierte haben es da besser, weil sie Energie durch diese Kontakte BEKOMMEN.
Klingt für manche vielleicht unverständlich und lächerlich – 5 Leute ist doch NICHTS – aber es ist für mich wirklich EXTREM ANSTRENGEND jeden zweiten Tag Menschen zu treffen. Klingt komisch, ist aber so. 😀

Deshalb definiere ich für mich den Begriff 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst etwas weiter. Hier ein paar Beispiele, wie ich Zeit mit Menschen verbringe, die davon meistens gar nichts wissen: 😀

  • Für mich bedeutet das auch, dass ich keine Makeup Videos auf Youtube schaue, sondern Videos übers Schreiben, über Organisation und Selbstständigkeit. Eben genau das, was auch für mich eine Rolle spielt und durch das ich etwas dazulernen kann.
  • Außerdem lese ich so viele Bücher wie möglich, die in Richtung meines Buches gehen.
  • Ich lese Blogger, die ich sympathisch finde und deren Schreibstil mich mitreißt.
  • Fast immer schaue ich Serien und vor allem Dokumentationen, durch die ich inspiriert werde – nicht mehr Frauentausch und Mitten im Leben zum Abschalten.
  • Ich besuche Vorlesungen, die ich nicht besuchen muss. Einfach weil ich weiß, dass ich bei den Dozenten immer wieder neues lerne und für mich persönlich vieles mitnehme.

Und dann habe ich immer noch genug Zeit, um einfach mit Freunden zu entspannen, die nicht versuchen sich selbstständig zu machen oder einen Blog haben oder sonst etwas in die Richtung. 🙂

Finde deine persönliche Balance, damit du glücklicher und motivierter werden kannst!

 
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